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St. Johannes-Evangelist-Kirche und Kloster
 

Die St. Johannes-Evangelist-Kirche ist das einzige mittelalterliche sakrale Bauwerk im protoromanischen Stil mit dem Deambulatorium (Altarumgang) im Sanktuarium in Kroatien, was die Kirche zu einem bemerkenswerten Denkmal macht. Heute sind nur Überreste erhalten. Die Kircho wurde auf Grund dos schlechten Zustands gegen Ende des XIX. Jahrhunderts desakralisierl.
In den jüngsten Forschungen und während der Rekonstruktionsarbeiten wurden einige Teile der Kirche durch die Neukomponierung und Rekonstruktion eines Teils der Apsis mit dem Deambulatorium. das aus 7 Säulen und einem Bogen- und Gewölbesystem besteht, revalofisiert.
Besonders wertvoll sind dee Kapitelle auf den Spitzen der Säulen aus der zweiten Hälfte des XI. Jahrhunderls, welche mit geschickt eingemeißelten, stilisierten Blättern der Akanthuspllanze und Palmenblättem verziert sind.
Die ursprüngliche Kirche wurde im V. Jh. als eine dreischiffige Basilika mit der halbkreisförmigen Apsis. deren Öffnung in Richtung Hauptschiff breiter als seine Gesamtbreite ist. errichtet. Daher wird dieses Bauwerk in die spezifische typologische Gruppe solcher Bauten eingestuft.
Dio Kircho war mit Mosaiken verziert, von denen einige Apsisfragmente. sowie einige Elemente im Sanktuarium und im Südschiff mit dekorativon Motiven, dio für diesen Stil und diese Zeit charakteristisch sind, erhalten wurden. Gerade diese typologische Einstufung dos Sanktuariums ermöglichte die Errichtung des Altarumgangs in der zweiten Hälfte des XVI. Jahrhunderts. Diese Änderungen wurden im Einklang mit den neuen liturgischen Regelungen vorgenommen, die insbesondere innerhalb des Benediktinerordens, dem dieses Kloster gehört, geltend waren. Dies geschah als Kirchenmauern die sich vorher hier befanden, bis zur Bodenhöhe abgerissen und neue mit äußeren Pfosten als Stützen für d«e große halbkalottenförmige Apsis errichtet wurden. In der Mitte des Sanktuariums befand sich ein Altar mit der Konfession, in der das frühkirchliche Steinreliquiar mit charakteristischen Bezeichnungen Alpha und Omega, die den Christus als den Anfang und das Ende darstellen, aufbewahrt werden.
Dieser Zeit ist auch die Oberschrift mit Namen der Meister Mundo und Radavito (ARTIFEX MVNDO CVM RADAVITO OPERA FECIT) zuzuschreiben, die sich auf dem Türarchitrav in der Nordwand befand. Im XII. Jahrhundert wird aus liturgischen Gründen direkt neben dem Sanktuarium ein romanischer Glockenturm mit einer Kapello für dio Aufbewahrung von Reliquien auf der Südseite der Kirche errichtet. Er wurde laut dor erhaltenen Überschrift (OPUS ELIE ET MARCI) 1471 von Baumeistern llija und Marko teilweise erneuert und umgebaut. Im Vertauf der Geschichte wurdo die Kirche mehrmals umgobaut, wechselte oft ihre Inhaber und ihren Zweck. Schon 1273 kam die Kirche in den Besitz von Franziskanern-Konventualen, die die Benediktiner ablösten. Gegen Ende des XVIII. Jahrhunderts und bis zu seiner Auflösung 1828 war der Komplex der Sitz der Diözese. Die größten Änderungen wurden zu Beginn der zweiten Hälfte des XV. Jahrhunderts vom Baumeister Andrija AleSi durchgeführt, der große Kapellen im venezianischen Gotikstil in den ersten zwei Travcen der Kirche für die Familien Cemotta und Scaffa errichtete. In den 30-er Jahren des XX. Jahrhunderts baute der Banus von Posavina (Gebiet in Kroatien um den Fluss Sava) seine Villa an der Stelle, wo sich die verlassenen Überreste der Kirche und des Klosters befanden, von welchen noch die Mauern und Reste der Haupträumlichkeiten zu sehen sind.

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