Die Straße Srednja ulica war wahrscheinlich schon seit der Antike (decumanus maximus) die zentrale, dynamische Verkehrsader der Stadt mit merkantilen und anderen öffentlichen Inhalten. Donja ulica (Untere Straße) erstreckte sich unmittelbar das Emporium entlang und war gewiss reich an Inhalten, die allen Hafenbedürfnissen gerecht waren. Im Mittelalter wurden diese den Wohnbedürfnissen angepasst, wovon der bedeutende Palast Nimira mit erhaltenem harmonischen Atrium und spätgotischem Portal im westlichen Teil zeugt. In unmittelbarer Näho. an der Ecke der Srednja ulica und dor Querstraße steht die Kirche Crkva sv. Ante Padovanskog (Kirche St. Antonius von Padua), die im 7. Jahrzehnt des XVII. Jahrhunderts als Gelübde des Spenders F. Brazza erreichtet wurde. Auf dem hölzernen Altar, über dem Antependium in bunten Marmorintarsien, die die Jungfrau Maria und das Kind darstellen, befindet sich ein schönes Bild mit der Jungfrau Maria mit dem Hl. Franziskus. Antonius von Padua und dem Porträt des Spenders.
An der Straße Srednja ulica entlang dominieren Paläste der Grundbesitzer, die größtenteils in der zweiten Hälfte des XV. Jahrhunderts erbaut wurden. Sie sind meistens durch den Umbau der geerbten Familienbauten und Komplexe entstanden. Nennenswert sind auch Paläste Marinelis, Spalatin und Benedeti mit malerischen Komplexen, die sich hoch über die Straße streckten und an halbkreisförmige Bögen stützten. Von besonderem Wert ist der am besten erhaltene Palast der Familie Dominis am Stadteingang. Er ist einer der größten Bauten im Übergangsstil zwischen Gotik und Renaissance in damaligem Dalmatien und hat einen interessanten Innenhof mit spätgotischen Verzierungen an Portalen und Fenstern. Das Geburtshaus des großen Markantun, des Bischofs von Senj. Erzbischofs von Split, Physikers, Schriftstellers und Kirchenreformators aus der zweiten Hälfte des XVI. und anfangs des XVII. Jahrhunderts. Im östlichen Teil erstreckt sich ein kleiner Platz mit der Stadtloggia und dem Turm der Stadtuhr. |